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Geschichte

des Hauses

Zwischen 1565 und 1571 wurde das Haus von dem Kaufmann Hermann Kruwel und seiner Ehefrau Lisbeth Fürstenau erbaut. Es war eines der größten und repräsentativsten Bürgerhäuser, das im 16. Jahrhundert in Lemgo errichtet wurde.

Im 17. Jahrhundert war das Haus im Besitz der Familie Cothmann. Im 19. Jahrhundert ging das Haus in den Besitz von Handwerkerfamilien über. Um 1850 wurde es umgebaut. Es entstanden Wohnungen für mehrere Familien

Im Jahre 1911 wollte der letzte private Besitzer das Haus zu einem modernen Wohn- und Geschäftshaus umbauen lassen. Er drohte damit, die Fassade abtragen und verkaufen zu lassen. Um sie am Ort zu erhalten, erwarb die Stadt Lemgo das Haus: ein frühes Beispiel für den Denkmalschutz in Lippe.

Im Jahre 1926 wurde das Heimatmuseum im Hexenbürgermeisterhaus eröffnet. Im Jahre 1937 wurde das Museum erweitert. Dabei wurde im Keller eine sogenannte Folterkammer eingerichtet, die es in dem privaten Bürgerhaus nie gegeben hat.

In den Jahren 1998 bis 2004 wurde mit finanzieller Förderung der STAFF STIFTUNG Lemgo und des Landes Nordrhein-Westfalen eine umfassende Instandsetzungsmaßnahme durchgeführt. Die besondere Aufgabe bestand darin, das Haus als Baudenkmal mit der Nutzung als Museum in Einklang zu bringen.

Im Jahre 2007 wurde die ständige Austellung eröffnet. Sie trägt den Titel „Vielschichtig“ und bietet einen Überblick über mehr als 800 Jahre Stadtgeschichte und mehr als 400 Jahre Geschichte des Bürgerhauses Breite Straße 19.

In den Jahren 2014/2015 ist die Fassade restauriert und farblich neu gefasst worden.