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Das Hexenbürgermeister­haus

und die Hexenverfolgung

Das Haus wurde im Jahre 1625 von dem Kaufmann Dietrich Cothmann und seiner Ehefrau Catharina Goehausen erworben. Beim Ankauf waren sie durch Hermann Goehausen finanziell unterstützt worden. Goehausen, der Bruder von Catharina G., war Jurist und Professor in Rinteln.

Das Ehepaar Cothmann/Goehausen hatte etwa 25 Jahre in dem Haus gelebt, als Catharina Goehausen der Hexerei bezichtigt, angeklagt und verurteilt wurde. Im Jahre 1654 wurde sie hingerichtet. Das heutige Hexenbürgermeisterhaus war also Mitte des 17. Jahrhunderts das Wohnhaus eines Opfers der Hexenprozesse.

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Urteil, Abschrift

Hermann Cothmann (1629-1683), Jurist und Bürgermeister, war der Sohn von Catharina Goehausen und Dietrich Cothmann. Er bewohnte das Haus von 1661 bis zu seinem Tode 1683. In seine Amtszeit fiel die letzte Welle der Hexenverfolgung. Sie gehörte  mit rund 100 Hinrichtungen zu den intensivsten Verfolgungsperioden der Stadtgeschichte. Cothmann galt bereits seinen Zeitgenossen als besonders eifriger „Hexenjäger“.

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Leichenpredigt, Titelblatt

Im 19. Jahrhundert entstand in der mündlichen Überlieferung der Begriff „Hexenbürgermeisterhaus“ als Name für das Bürgerhaus in der Breiten Strasse.