Eröffnung der Sonderausstellung „EVERGR333N. Auf den Spuren Engelbert Kaempfers in Japan“
Sonntag, 25. Januar um 15 Uhr
Musikalischer Rahmen: Mario Hülsmann mit Kompositionen aus dem Nachlass von Engelbert Kaempfer
Künstlerinnengespräch, Einführung der Engelbert-Kaempfer-Gesellschaft
Mitmach-Aktion: Ginkgo drucken!
Nachkriegszeit und Neubeginn: Autorenlesung: Dr. Manuela Kramp
„Ein Leben lang Flüchtling“
12.02.2026 | Beginn: 18:00 Uhr
im Stadtarchiv Lemgo
im Rahmen der Reihe „erinnern, gedenken, gestalten…“
Georg Kramp, damals sieben Jahre alt, erlebte brutale Kriegsereignisse und die Vertreibung aus seiner Heimat in Pommern nach Ende des Zweiten Weltkriegs. 1949 kam die Familie in Lemgo-Lieme an. In der neuen Umgebung in Westdeutschland fehlte es an Akzeptanz; selbst Jahrzehnte später wurde der mittlerweile erfolgreiche Unternehmer und fünffache Familienvater nicht selten als „Flüchtling“ angesehen. Als Georgs Kinder erwachsen sind, erfahren sie von einem seiner dramatischsten Erlebnisse aus der Kriegskindheit. Das veranlasst Manuela Kramp, sich intensiv mit Georgs Geschichte auseinanderzusetzen. Gemeinsam mit ihrem Vater reist sie in die Vergangenheit, um das, was ihn belastet, zu verstehen und eine unbewusste Weitergabe seiner Traumata an die nachfolgende Generation zu beenden.
Bei ihrer Lesung im Stadtarchiv wird Manuela Kramp ausgewählte Passagen aus ihrem Buch vorlesen und auf Grundlage einer Diashow über die Reise, die sie mit ihrem Vater in dessen alte Heimat unternahm, berichten.
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich ab 26.01.2026 unter stadtarchiv@lemgo.de oder 05261 213275
Veranstalter: Stadtarchiv Lemgo und Gedenkstätte Frenkel-Haus
Vortrag von Matthias Altevogt
„Lieber Vati“ und SS-Hauptsturmführer: NS-Täter in der Familie – Faktensuche und emotionaler Prozess
11.03.2026, 18:00 Uhr im HAUS WIPPERMANN, VHS
Was haben die eigenen Großeltern im Nationalsozialismus genau getan? In den Archiven ist von den Akten der Wehrmacht, NSDAP, SS und der Entnazifizierungsverfahren erstaunlich viel erhalten und gut zugänglich. Eine personenbezogene Anfrage hat gute Aussichten auf Treffer.
Bücher von Historikern dokumentieren, wie es in Konzentrationslagern und an der Front zuging.
Aber was bedeutet es für die eigene Psyche und Familie, wenn Nachfahren grausame Fakten ans Licht bringen, die bisher verschwiegen oder verharmlost wurden? Und wie verhält sich die private Aufarbeitung zur öffentlichen Erinnerungskultur?
Matthias Altevogt berichtet am Beispiel der Recherchen zu seinem Großvater Erduin Schondorff, SS-Hauptsturmführer im Konzentrationslager Sachsenhausen bei Berlin.
Zusammenarbeit der VHS Detmold-Lemgo mit der Gedenkstätte Frenkel-Haus.