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Marianne Weber

Demokratie, Gerechtigkeit und Partizipation (10. Februar bis 23. April 2023)

Das moderne Erbe unserer Schulnamenspatin.
Eine Ausstellung des Q1-Literaturkurses des Marianne-Weber-Gymnasiums im Hexenbürgermeisterhaus Lemgo

Wer war Marianne Weber?

Marianne Weber, geboren am 2. August 1870 in Oerlinghausen, gehörte zu den ersten politisch aktiven Frauen der jungen deutschen Demokratie in der Weimarer Republik. Sie besuchte in Lemgo von 1877–1886 die Töchterschule. Diese befand sich im Gebäude des heutigen Stadtarchivs. Sie heiratete den Soziologen Max Weber und engagierte sich an seiner Seite ebenfalls wissenschaftlich und politisch. Marianne Weber erhielt eine Sondererlaubnis für ein Studium, da Frauen nicht offiziell studieren durften. Unter anderem nahm sie an Vorlesungen in Philosophie und Ökonomie teil. Sie setzte sich vor allem für die Bildung sowie Teilhabe von Frauen an demokratischen Prozessen ein.

Den Großteil ihres Lebens verbrachte Marianne Weber in Heidelberg und wirkte von Süddeutschland aus in verschiedenen Frauenvereinen. 1950 wurde die ehemalige Töchterschule in Lemgo nach ihr benannt, die heute ein Ganztagsgymnasium ist. Die Nachricht,
dass die Schule ihren Namen trägt, erfuhr sie noch. Am12. März 1954 verstarb Marianne Weber im Alter von 83 Jahren.

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Stadtarchiv Lemgo

Was bleibt von Marianne Weber?

Marianne Weber gilt als Frauenrechtlerin, Rechtshistorikerin und Politikerin. Sie war Mitbegründerin der Demokratischen Partei (DDP), eine der ersten Frauen, die in Deutschland in ein Parlament einzogen, und die erste Frau, die in einem deutschen Parlament eine Rede hielt. Marianne Webers modernes Erbe an uns ist es, ihre Vision von Bildungsgerechtigkeit, von Teilhabe aller Menschen an Politik und von sozialer Gerechtigkeit in die aktuelle Zeit zu übertragen. Aktuelle Herausforderungen der Demokratie halten ihr Vermächtnis wach.

„Die Demokratie der Zukunft ist auf das Vorhandensein möglichst vieler engagierter, sachlich kompetenter und urteilsfähiger Menschen angewiesen – oder aber sie hat keine Zukunft“ (Herfried Münkler, Politikwissenschaftler, 2022).

Unter diesem Motto vereint die Ausstellung geschlechterspezifisches und allgemeines Engagement für die demokratische Gemeinschaft, für das Marianne Weber aus heutiger Sicht steht.

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GLA Karlsruhe

Wer sind wir?

Die Ausstellung ist eine Kooperation des Q1-Literaturkurses des Marianne-Weber-Gymnasiums mit dem Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo. Sie zeigt anlässlich des 150. Schuljubiläums neben der Schulgeschichte wichtige Ideen der Schulnamensgeberin auf. Marianne Webers Einsatz für die Gesellschaft soll abschließend jeden einzelnen auffordern, sich an den verschiedenen Umfragen im Ausstellungsraum zu beteiligen. Denn Beteiligung bzw. aktive Partizipation ist die Grundvoraussetzung von Demokratie.

Die Schüler*innen des Kurses
Maurice Michel Althoff, Arne Lasse Zajaczek, Azra Çakin, Carlos Maximilian Kronisch, Emilie Binder, Henriette Höft, Jazon Jun Arthur Windmeier,
Jonas Brand-Bam, Jule Sophie Eikötter, Karl Frederik Vetter, Lara Isabell Oster, Leonard Paul Robert Prante, Lisaneth Funk, Louis König, Louisa Charlotte Budde, Malú Scholtissek, Maximilian Meierjohann, Maximilian Wilks, Maximilian Georg König, Nick Koch, Paul Brakhage, Ragnar Steven Stahl, Tessa Mattern

Begleitet wurde der Literaturkurs der Q1 durch die Lehrerin Romy Brüggemann.

Wir danken herzlich der Osthushenrich-Stiftung für die Förderung des Ausstellungsprojektes.

Ausstellungskataloge

Kataloge zur Ausstellung erstellt von Schülerinnen:

Jule Sophie Eikötter

Lisaneth Funk


Einblick in die Ausstellung

Film von Nick Koch

Impressionen aus der Ausstellung